Kinomichi ist eine Bewegungskunst, die der japanische Meister Masamichi Noro aus der Kampfkunst des Aikido und Methoden westlicher Körperarbeit entwickelte. Meister Noro nannte es eine Lebenskunst, die es jedem Menschen ermöglicht, seine Lebenskraft positiv auszubauen.

Masamichi Noro war ab 1961 offizieller Aikidoabgeordneter Japans in Europa. Nach einem schweren Unfall begann er sein Aikido in Auseinandersetzung mit westlichen Formen der Körperarbeit zu verändern. (u.a. Dr. Lily Ehrenfried, Gerda Alexander, Karlfried Graf Dürckheim)

Seit September 1979 nannte er seine Arbeit "Methode Noro, Kinomichi, Weg der Energie". In sanfter Körperarbeit verbindet sie östliche und westliche Bewegungsansätze miteinander. Kennzeichnend sind sowohl langsame als auch schnelle Bewegungen mit wechselnden PartnerInnen. Sie sind nicht leistungsorientiert und für jedes Alter geeignet.

Noro suchte nach einem Weg, das energetische Potential dieser Bewegungstechniken konstruktiv zu nutzen und erkannte, dass es dazu vor allem einer Änderung der mentalen Grundeinstellung bedurfte. Wird das Gegenüber nicht mehr als Gegner sondern als Partner wahrgenommen, so entsteht aus Konfrontation Kontakt. Eine solche Grundhaltung steht der ursprünglichen in den Kampfkünsten weit verbreiteten Haltung diametral entgegen. Statt um Selbstverteidigung und Kampfkraft geht es nun um Harmonie und energetische Balance.

Kinomichi ist für viele, die sich von Berufs wegen mit Bewegung beschäftigen, wie Tänzer, Musiker oder Schauspieler zu einer großen Bereicherung geworden. Lehrer, Manager, Ärzte oder Therapeuten betonen die Veränderung, die sie im Kontakt mit Schülern, Kunden oder Klienten erfahren.

Aber auch für viele, die noch auf der Suche nach ihrem Weg sind, kann Kinomichi zu einer Quelle der Inspiration werden.